Eiskalte Bäche, rutschige Schlammfelder, riesige Gerüstburgen und das bei einer Streckenlänge von bis zu 25 Kilometern. Inzwischen gibt es deutschlandweit zahlreiche Extrem-Hindernisläufe. Das sind die besten Extrem-Hindernisläufe 2018.

Extrem-Hindernislauf: Challenge Accepted

Das Tough Guy Race ist einer der beliebtesten, bekanntesten und ältesten Extrem-Hindernisläufe der Welt. Freiwillig kämpfen sich die Läufer über mehrere Kilometer durch eiskalte Bäche, rutschige Schlammfelder, riesige Gerüstburgen und vieles mehr. Inzwischen gibt es deutschlandweit zahlreiche Nachahmer.

Der Extrem-Hindernislauf hat in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt und begeistert Jung und Alt. Das liegt daran, dass der Extrem-Hindernislauf nicht mehr viel mit dem klassischen Hindernislauf zu tun hat. Natürlich müssen die Teilnehmer Hindernisse überwinden, doch es ist wesentlich extremer, schwieriger und aufregender. Deswegen trägt der Hindernislauf den Zusatz „Extrem“. Einer der Gründe seiner Beliebtheit ist, dass es unglaublich viel Spaß macht. Natürlich ist es anstrengend und kräftezehrend, doch am Ende ist man umso erleichterter und freudig, wenn man es geschafft hat. Durch den Hype ausgelöst gibt es auf der ganzen Welt zahlreiche Veranstaltungen, die sich mit dem Extrem-Hindernislauf befassen. Die besten Beispiele sind Spartan Race, Strongman Run, Tough Mudder oder XLETIX Chalenge. Hier treten Hunderte von Teilnehmer gegeneinander an und haben gemeinsam Spaß.

Verkleidete Teilnehmer beim extrem Hindernislauf

Superkräfte benötigt: Ein Extrem-Hindernislauf ist bestens geeignet, um Deine Kraft und Ausdauer zu testen – aber mindestens genau so gut, um Deine Willensstärke und Deinen Teamgeist unter Beweis zu stellen. (Bild: toughmudder.co.uk)

Was ist ein Extrem-Hindernislauf?

Als Basis vom Extrem-Hindernislauf dient eine Parcour. Dieser wird durch verschiedene unkonventionelle Kraft- und Geschicklichkeitsübungen aufgewertet. Bei diesen Übungen ist Teamwork oder eine stattliche Portion Mut gefragt. In der Regel steigert sich der Extrem-Hindernislauf von Meter zu Meter. Fängt er mit einer seichten Schlammgrube an, kann er mit einer gigantischen Kletterwand mit Wasserbecken enden. Hierbei sind die Kraft- und Geschicklichkeitsübungen unterschiedlich und werden von dem Veranstalter bestimmt. Insofern ist kein Extrem-Hindernislauf wie der andere.

Typischen Hindernisse bei einem Extrem-Hindernislauf

Im Gegensatz zu klassischen Hindernislauf sind einzelne Läufe des nicht Extrem-Hindernislauf vergleichbar, da Strecken und Geländeprofile unterschiedlich sind sowie die aufgebauten Hindernisse sich erheblich unterscheiden. Ansonsten wäre es eine simple Laufveranstaltung. Über die Jahre hinweg haben sich die Elemente stark ausgeweitet und es gibt heute nicht alleine die klassischen Hindernisse, sondern diese werden vom Veranstalter individualisiert.

Einteilung Hindernis
Klassische Hinderniselemente
  • Mauern
  • Labyrinthe
  • Kriechstrecken
  • Gerüste
  • Seilklettern
  • Bretterwände
Wasserelemente
  • Bäche und Flüsse, die entweder durchgeschwommen oder gewatet werden müssen
  • Breite Wassergräben, die nicht übersprungen werden können
  • Tauchstrecken, die im Sommer und Winter vorkommen
  • Sprünge aus mehreren Metern Höhe in ein Wasserbecken
Sonderelemente
  • Brennendes Stroh
  • Strohballen, die übersprungen werden müssen
  • Reifenbarrikaden
Reifenstapel: Hinder bei einem extrem-Hindernislauf.

Bei einem Extrem-Hindernislauf sind zahlreiche Hindernisse zu meistern. So wie dieser Reifenstapel beim Fisherman’s Friend STRONGMANRUN (Bild: Fisherman’s Friend STRONGMANRUN)

Die besten Extrem-Hindernisläufe 2018

Name Datum & Ort Strecke & Preis Beschreibung
Fisherman’s Friend StrongmanRun
  • 26. Mai 2018 am Nürburgring
  • 09. Juni 2018 in Wacken
  • 09. September 2018 in Köln
  • Streckenlänge: ca. 20 km
  • Hindernisse: ca. 40
  • Anmeldegebühr: ab 84€
Der Fisherman’s Friend Strongman gilt hierzulande als der größte Extrem-Hindernislauf. Im letzten Jahr nahmen knapp 12 000 Männer und Frauen an diesem Extrem-Hindernislauf teil und bewältigten 20 Kilometer mit 40 spektakulären Hindernissen.
Motorman Run
  • 08. September 2018 Neuenstadt am Kocher (Baden-Württemberg)
  • Streckenlänge: ca. 16 km (2x 8 km)
  • Hindernisse: ca. 40
  • Anmeldegebühr: ab 59€
Bei diesem Extrem-Hindernislauf müssen die Teilnehmer im September zweimal rund 30 Hindernisse über eine Distanz von je acht Kilometern überwinden. 2014 nahmen mehr als 1800 Sportler teil.
Cherokee Run
  • 14. Juli 2018 auf dem Areal der ehemaligen US Airbase in der Nähe der Stadt Kitzingen
  • Streckenlänge: 8-24 km
  • Hindernisse: ca. 30
  • Anmeldegebühr: 72€
Getreu dem Motto „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ ist auch hier die Zeit auf maximal vier Stunden begrenzt.
In einer Westernstadt geht es im September 23 Kilometer durch Gestrüpp, Hecken, Sand, Steine und Holz. Teilnehmer müssen Strecken von mehr als 100 Metern schwimmen und durch sumpfige Gebiete waten. Klare Ansage der Veranstalter: „Beim Cherokee Run gibt es keine Pussylanes!“
Spartan Race
  • 14. April 2018 in München
  • 29. September 2018 in Berlin
  • Streckenlänge: ca. 5-20 km
  • Hindernisse: ca. 15-25
  • – Anmeldegebühr: ab 59€
Entdecke den Spartaner in dir! Ein Spartan Race ist ein sportliches Abenteuer für Jedermann. Bei den 20+ Kilometer (Beast) stellen sich den Startern auf den mit Wasser und Matsch gefüllten Strecken jede Menge Hindernisse in den Weg. Spartan Race ist die weltweit größte Event-Reihe für Hindernis-Läufe und führte als erste ihrer Art eine globale Rangliste ein
Tough Mudder
  •  02. & 03. Juni 2018 Arnsberg (NRW)
  • 07. & 08. Juli 2018 Hermannsburg (Nord-Deutschland)
  • 01. & 02. September 2018 Schipkau (Berlin-Brandenburg)
  • 15. & 16. September 2018 Wassertrüdingen (Süd-Deutschland)
  • 29. & 30. September 2018 Mechernich (Eifel)
  • Streckenlänge: ca. 16-18 km
  • Hindernisse: ca. 20-25
  • Anmeldegebühr: ab 79€
Tough Mudder ist eine weltweite Serie von 16 – 18 Kilometer langen Hindernisläufen. Bestens geeignet, um Deine Kraft und Ausdauer zu testen – aber mindestens genau so gut, um Deine Willensstärke und Deinen Teamgeist unter Beweis zu stellen.
 Cross Challange
  • 27. & 28. Oktober 2018 in der Döberitzer Heide (Groß Glienicke)
  • Streckenlänge: ca. 19 km
  • Anmeldegebühr: ab 30€
Die Strecke bei diesem Extrem-Hindernislauf führt größtenteils über den Standortübungsplatz der Bundeswehr in der Döberitzer Heide, d.h. dem Teilnehmer erwartet ein unebener Untergrund mit Wurzeln, Steinen, sandigen und matschigen Abschnitten und Gruben sowie Kletter- und Wasserpassagen. Die Hindernisse müssen durch Kriechen, Klettern, Rutschen und Springen überwunden werden. Das muss man einfach geil finden!
XLETIX Challenge
  • 05. Mai 2018 in Bad Hönningen (Rhein-Main)
  • 25./26../27. Mai 2018 in Kallinchen (Berlin)
  • 30. Juni 2018 in München
  • 21. Juli 2018 Kühtai/Tirol
  • 18. August 2018 in Stadtoldendorf
  • 01. September 2018 in Wuppertal (NRW)
  • 15. September 2018
  • Ostseebad Grömitz (Norddeutschland)
  • Streckenlänge: ca. 18-26 km
  • Hindernisse: ca. 30
  • Anmeldegebühr: ab 64€
Bei der XLETIX Challenge meisterst man die anstehenden Hindernisse am besten mit deinen Freunden. Dieser Hindernislauf ist so konzipiert, dass man fast nur im Team bestehen kannst. Alleine ist man vielleicht schneller, aber gemeinsam seid ihr stärker! Wooohaa!

Die passende Ausrüstung für den Extrem-Hindernislauf

#1 Die richtigen Schuhe bei einem Extrem-Hindernislauf

Die ersten Schuhhersteller haben sich auf dem Trend vom Extrem-Hindernislauf eingestellt und entsprechende Modelle auf den Markt gebracht. Neben diesen Modellen kann zu klassischen Trail- oder All Terrain-Schuhen gegriffen werden. Am wichtigsten ist, dass die Schuhe kein Problem mit Wasser haben. Zusätzlich müssen Sie eine gute Haftung auf nassem und matschigem Untergrund besitzen. Ein normaler Laufschuh ist für den Extrem-Hindernislauf ungeeignet, da er bei Wasser den Grip verliert. Am besten werden „alte“ Schuhe für den Extrem-Hindernislauf verwendet. Immerhin kommt es nicht selten vor, dass die Schuhe nach dem Wettkampf weggeworfen werden müssen.

#2 Kleidung bei einem Extrem-Hindernislauf

Die Kleidung ist einer der wichtigsten Elemente für den Extrem-Hindernislauf. Sie sollte aus Funktionsmaterialien bestehen, da diese schneller trocknen. Baumwolle ist die falsche Wahl, da diese sich mit Wasser vollsaugt und lange nass bleibt. Dies ist nicht alleine schlecht für die Gesundheit, sondern es entsteht zusätzliches Gewicht. Neue und teure Kleidung sind beim Extrem-Hindernislauf nicht notwendig.

#3 Die richtige Passform der Kleidung

Hose und T-Shirt sollten eng am Körper anliegen. Insofern bleibt man bei den einzelnen Hinderniselementen nicht hängen. Schnüre, Kordel oder andere Kleinigkeiten, die gerne bei Kleidung als schicke Akzente verwendet werden, sind beim Extrem-Hindernislauf fehl am Platz.

#4 Sicherheit nicht vernachlässigen

Die Sicherheit sollte beim Extrem-Hindernislauf nicht vernachlässigt werden. Auch im Sommer sollten Knie und Ellenbogen nicht ungeschützt sein. Beim Krabbeln, Klettern und anderen Elementen holt man sich gerne Schürfwunden. Am besten sind ¾ Sport-Leggins oder Arm- und Beinlinge für Radfahrer geeignet. Neben den Ellenbogen und Knie sollten die Hände nicht außer Acht gelassen werden. Handschuhe sind ein Muss und sorgen für Sicherheit und guten Grip.

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Am wichtigsten bei einem Extrem-Hindernislauf ist, dass die Schuhe kein Problem mit Wasser haben. Zusätzlich müssen Sie eine gute Haftung auf nassem und matschigem Untergrund besitzen. Ein normaler Laufschuh ist für den Extrem-Hindernislauf ungeeignet, da er bei Wasser den Grip verliert. (Bild: Fisherman’s Friend STRONGMANRUN)

Tough Guy Race – Ältester Extrem-Hindernislauf der Welt 

Das Tough Guy Race, aus dem englischen für „Harte-Kerle-Rennen“, ist einer der beliebtesten, bekanntesten und ältesten Extrem Hindernisläufe der Welt. Es wird seit 1986 jedes Jahr in der Stadt Wolverhampton bei Birmingham durchgeführt. Entwickelt wurde es von Billy Wilson, der früher die königlichen Guards Trainingscamps für Elitetruppen entwarf. Der Termin fällt jedes Jahr auf den fünften Sonntag im Januar. Über eine Distanz von 15 Kilometer auf einem 150 Hektar großen Grundstück gibt es alles, was Extrem-Hindernislauf ausmacht. Das Herzstück ist das imposante „Killing Fields“. Es müssen in diesem Bereich 21 Hindernisse überwunden werden, die aus 50 Zentimeter hohem Stacheldraht, einem Minitunnel oder einer Holzbrücke über einen eiskalten Tümpel bestehen. Jährlich nehmen etwa 6.000 Menschen am Tough Guy Race teil, wobei nicht einmal die Hälfte es in das Ziel schafft.