Die optimale Lauftechnik für Anfänger Teil 2 – Die Arme

Beim Joggen bewegen wir unsere Arme ganz unbewusst. Aber warum machen wir das eigentlich und wozu ist dieses gut? Und gibt es eigentlich eine optimale Haltung? Laufanfänger und interessierte erfahren hier mehr zu diesem Thema.

die richtige lauftechnik für anfänger teil 2

Eine optimale Lauftechnik beinhaltet ebenso eine richtige Armhaltung. Nur so werden die Beine entlastet und Muskelkraft eingespart.

Jede Bewegung der Beine bringt den Körper in „Schwingung“ und gleichzeitig aus dem Gleichgewicht. Und beim Aufsetzen der Füße und Beschleunigung, kommt es zu einer Verwindung der Wirbelsäule. Damit dennoch eine gradlinige Bewegung entsteht, muss im Oberkörper eine Drehung in die andere Richtung stattfinden. Diese bewirken wir durch unsere Arme. Habt Ihr schon einmal versucht mit eng anliegenden Armen ein paar Meter schnell zu laufen? Das ist einfach nicht möglich 🙂

Wir Ihre eure Arme optimal haltet ist abhängig von eurem Tempo. Beim langsamen Laufen hängen diese herab. Beim Joggen sind die Arme angewinkelt. Hierbei dienen die Arme nicht nur dazu, eine Gegendrehung zu erzeugen, sie entlasten auch die Beine. Schaut euch doch mal die professionellen Sprinter an. Neben einer starken Beinmuskulatur haben diese auch eine ausgeprägt Oberkörper- und Armmuskulatur. Aber warum eigentlich? Bei einem richtigen Armschwung wird der Körper bei jedem Schritt leicht angehoben, so dass das eigene Körpergewicht nicht ständig von den Beinen getragen werden muss. Dadurch spart man Muskelkraft in den Beinen, diese bleiben länger leistungsfähig und die in der Armmuskulatur gespeicherte Energie wird eingesetzt.

Test: Wer nach einen Halbmarathon auch Muskelkater in den Armen hat, der hat seine Arme gut mitarbeiten lassen 🙂

Die Arme: Die optimale Lauftechnik für Laufanfänger

Grundsätzlich sollte zwischen Ober- und Unterarm ein rechter Winkel (90 Grad) bestehen. Diese Haltung wird auch nicht aufgegeben, wenn sich der Arm nach hinten bewegt und für kurze Zeit hinter dem Körper ist. Die Arme werden in der Schulter gedreht, und zwar abhängig vom Lauftempo verschieden schnell. Vermieden werden soll das Hochziehen der Schultern, das es zur Verkrampfung führt. Beim Laufen immer wieder einmal darauf achten und die Schultern bewusst locker lassen. Die Hände sind leicht geöffnet oder ohne Kraft zu einer Faust geschlossen. Jede Anspannung in diesem Bereich würde Muskeln bewegen, damit Energie kosten und Verspannung bis in den Schulterbereich zur Folge haben. Der Oberkörper ist ruhig und soll beim Laufen nicht stark verdreht werden.

 

Häufige Ursachen für eine fehlerhafte Armstellung

  • Verletzung führen zu Ausweichbewegungen.
  • Eine Blase am Fuß lässt einen hinken und strapaziert gleichzeitig das Knie und Hüfte.
  • Zu kleine oder auch zu große Laufschuhe machen einen zu einen sogenannten „Ballenläufer“ (das Aufsetzen mir der Ferse wird i.d.R. empfohlen).
  • Wenn man am Ende seiner Kraft läuft, gerät man in eine sogenannte „sitzende Haltung“.
  • Sind Schulter und Nacken verspannt, werden die Armen weniger bewegt und unterstützen die Beine weniger.

Trotz der oben genannten Hinweise empfehle ich Euch, nicht stur nach Regeln zu laufen. Joggen kann man nicht nach Gebrauchsanweisung. Seit Jahrtausenden läuft der Mensch auf seinen Beinen ohne es jemals gelernt oder trainiert zu haben. Dieses Wissen, das in unseren Genen verankert ist, zu aktivieren ist die eigentliche Kunst. Hierbei hilft oft eine kritische Reflexion, des eigenen Laufstils. Da Stil- und Technikfehler immer einen Grund haben. 

Weiterführende Informationen zum Thema Lauftechnik:

Autor: Tom

Hi, ich bin Tom und möchte dir auf Jogging-portal.com zeigen, wie ich aus dem Alltag ausgebrochen bin und zum Läufer wurde. Joggen kann jeder aber ich zeige dir wie es richtig geht. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen, Lernen, Joggen und Trainieren.

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