Ratgeber: Sportkleidung richtig waschen & pflegen

Polyester, Polyamid, Polypropylen, Elasthan, Poly-Weiß ich nicht …. Sportbekleidung wird heutzutage aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Unzählige Kunstfasern sind auf dem Markt und werden, da es ja noch nicht unübersichtlich genug ist, von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich bezeichnet.

Wie Sportkleidung richtig waschen?

Beispielsweise werden in meiner neuen Laufshorts von ASICS (zum Beitrag) verschiedene Materialien kombiniert und die Materialien in meinen Laufshirts und Laufjacken sind sehr unterschiedlich. So stand ich mal wieder nach eine Trainingseinheit mit meiner Sportbekleidung vor der Waschmaschine und schaut auf die Etiketten und stellte mir die folgende Frage: „Wie wasche und pflege ich meine Lieblingsstücke, so dass sie lange Form, Farbe und Funktion behalten“

Sportkleidung richtig waschen und pflegen

Polyester, Polyamid, Polypropylen, Elasthan. Sportbekleidung wird heutzutage aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Doch wie wird Sprtkleidung richtig gewaschen?

Materialkunde bei Sportkleidung

Bevor ich etwas über Wasch- und Pflegehinweise schreibe, muss man natürlich erst wissen, ob die Fasern in der Sportkleidung eine bestimmte Funktionalität mitbringt oder entsprechend ausgerüstet wurden, zum Beispiel chemisch. Erst mit solchem Materialwissen könnt Ihr schließlich entsprechend waschen und pflegen, ohne die Funktionalität der Fasern zu beeinträchtigen.

Sportkleidung – Qualität hat ihren Preis

Genauso wie bei den Laufschuhen und Wettkampfschuhen hat auch moderne Sportkleidung seinen Preis. Bei günstiger Sportkleidung solltet Ihr deshalb genau darauf achten, ob das Material die erforderlichen Eigenschaften mitbringt. Meist ist ein vermeintliches Schnäppchen aus dem Discounter im Vergleich zur Ware eines namhaften Herstellers eindeutig die schlechtere Wahl L Es gibt bei den Kunstfasern nämlich große Unterschiede in der Verarbeitungsqualität, die auch die Eigenschaften der Funktionskleidung beeinflussen (etwa die Wasserleitfähigkeit). Wenn Ihr nicht gerade im Schlussverkauf einkauft, ist hochwertige Sportkleidung kaum zu Sonderpreisen zu erstehen. Daher lohnt sich der Preisvergleich im Internet um ein paar Euro zu sparen. Empfehlen kann ich hier die Seite smatch.com. (zur Webseite). Die haben eine große Auswahl und oft gute Schnäppchen 😉

Allgemeine Waschregeln von Sportkleidung

Für mich ist meine Sportbekleidung eine Art zweite Haut, durch die das Training leichter, komfortabler und leistungssteigernder wird. Gleichzeitig schützt mich die Sportkleidung vor äußeren Einflüssen wie u.a. Wärme, Feuchtigkeit, Kälte und Licht.

Wie die natürliche Haut braucht auch die Sportbekleidung besondere Pflege. Die nötigen Wasch- und Pflegemaßnahmen ergeben sich vor allem aus der Art und Weise der Verschmutzung. Unabhängig von der Sportart nimmt jede Kleidung während des Sports Schweiß, Hautschüppchen, Talg und Fett sowie Partikel von Kosmetika (Deo, Parfüm, Bodylotion, Cremes, Sonnenschutzmittel) auf. Hinzu kommt Schmutz aus der Umgebung, zum Beispiel Feinstaub wie er beim Abrieb von Autoreifen entsteht (Jogger, Radfahrer). Der Schmutz verursacht einerseits ein hygienisches Problem und andererseits ein funktionales, wenn er sich an den Fasern festsetzt. Daher gilt:„Waschen – und zwar nach jedem Gebrauch“ Ausnahme kann man jedoch machen bei: Leicht verschmutzte Sportkleidung (z.B. beim Gerätetraining im Fitnessstudio) reicht es aus, die Sachen nach dem Gebrauch in klarem Wasser zu spülen und erst nach drei-, viermaliger Benutzung mit einem Waschmittel zu waschen.

Sportkleidung waschen mit der Hand

  • Hierbei solltet Ihr auf eine möglichst lauwarme Wassertemperatur und ein mildes Waschmittel achten. Nach der Handwäsche sollte die Sportkleidung gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden, um Reste auszuwaschen.

Waschen mit der Maschine

  • Beim Waschen der Sportkleidung in der Waschmaschine, sollte man Spezialprogramme wie Pflegeleicht, Schonwaschgang oder Mix benutzen. Sind solche Programme an der Waschmaschine nicht vorhanden, empfehle ich die Waschung bei niedriger Temperatur (max. 30 Grad) und die Nutzung von einer niedrigen Schleuderdrehzahl (circa 800 Umdrehungen). Außerdem sollte man nur wenig Waschmittel und niemals Weichspüler verwenden.

Ihr fragt euch warum?Die Antwort ist ganz einfach. Weichspüler verklebt die Faserstruktur der Sportkleidung, die den Feuchtigkeitsaustausch reguliert. Gleiches gilt zum Teil auch für Waschpulver. Die darin enthaltenen Tenside können im Gewebe zurückbleiben. Daher empfiehlt die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) ein Waschmittel, das sanft zur Faser ist. Nur so bleiben die geliebten Sportklamotten lange in Form, behalten ihre Farbe und Funktion.

Während sich in den Supermarkt bzw. Drogeriemärkten die Regale mit zahlreichen Waschmitteln in unterschiedlichsten Farbrichtungen stapeln, sind die Reinigungsmittel für die Sportwäsche extrem in der Unterzahl. Daher hier ein paar Spezialwaschmitteln, mit denen ich gute Erfahrung gemacht habe:

Denk mit Sportwaschmittel

Domol Sportwaschmittel Perwoll Sportwaschmittel

Sportkleidung regelmäßig imprägnieren

Alle Kleidungsstücke sind ab Werk mit einer Wasser- und Schmutzabweisenden Imprägnierung versehen, die das Durchnässen des Oberstoffs verhindert. Durch das regelmäßige Waschen sowie durch die Beanspruchung der Sportkleidung bei Wind und Wetter, hält die Imprägnierung zwar nicht unbegrenzt, kann aber erneuert werden. Zur Verlängerung der Lebensdauer und Gewährleistung der Funktion, empfehle ich daher die regelmäßige Imprägnierung der Sportbekleidung.

Ob die Imprägnierung der Sportbekleidung noch stark genug ist, prüft Ihr am besten wie folgt: Sprüht mit einer Sprühflasche Wasser auf das Gewebe. Perlt es gut ab, ist die Imprägnierung noch intakt. Andernfalls lasst Ihr den Stoff gut trocknen und imprägniert ihn anschließend.

Tipp von Jogging-Portal.com: In der Regel haften die meisten Mittel weder auf Schmutz, Fett und Weichspüler. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Sportkleidung vor der Imprägnieren zu waschen und sehr gut zu trocknen. Andernfalls wird Feuchtigkeit eingeschlossen und die Fasern fangen an, Stockflecken zu bekommen oder gar zu schimmeln.

Erdal Imprägnier Spray Hey Sport Imprägnierung

Wie wäschst du deine Sportkleidung? Oder hast du schon einmal ein geliebtes Sportkleidungsstück „zerstört“? Hast du evtl. einen geheimen Pflegetipp oder möchtest etwas ergänze?

Autor: Tom

Hi, ich bin Tom und möchte dir auf Jogging-portal.com zeigen, wie ich aus dem Alltag ausgebrochen bin und zum Läufer wurde. Joggen kann jeder aber ich zeige dir wie es richtig geht. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen, Lernen, Joggen und Trainieren.

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2 Kommentare
  1. Hallo Tom,

    ich werfe meine Treter immer in ein spezielles Waschnetz und nutze die besagten Einstellungen von dir. Habe bis 30°C keine Probleme feststellen können. Allerdings verzichte ich komplett auf das Schleudern und trockne die Schuhe dann auf dem Handtuchtrockner. Was mich tierisch stört ist, dass die Schuhe so schnell wieder anfangen zu müffeln. Schuhdeodorants finde ich absurd. Die Reichen eh nicht dahin, wo die Bakterien sich entwickeln. Es ist hilfreich die Schuhe kühl zu lagern, ansonsten etwas Desinfektionsmittel mit in die Maschine. Letzeres hilft, da Colorwaschmittel eben keine Vollwaschmittel sind und nicht alle Mikroben absterben lassen.

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    • Hallo Daniel,
      vielen herzlichen Dank für deinen sehr nützlichen Hinweis.

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