Die Optimale Lauftechnik – Teil 1

Wir sehen einen Jogger uns stellen fest: „Der läuft aber schön (oder auch nicht)“. Auch als Laie hat man ein Gefühl für einen schönen Lauftechnik. Dabei ist Schönheit meistens gleichbedeutend mit Effizienz. Jede unnötige Bewegung kostet Kraft und die müssen wir uns besonders auf langen Strecken einteilen.

Als erstes ist anzumerken: Es  gibt keinen Einheitslauftechnik und es ist sehr schwierig und im Übrigen auch sinnlos, die Lauftechnik eines anderen bis ins Detail nachzuahmen. Zum einen hängt die Lauftechnik von den motorischen Fähigkeiten ab, zum anderen vom Körperbau. Jugendliche in der Pubertät, bei denen Arme, Beine und Rumpf innerhalb kurzer Zeit wachsen, müssen regelrecht umlernen, um sich wieder effektiv und somit „schön“ zu bewegen. Auch das Gewicht hat einen Einfluss auf die Technik. Ein leichter Läufer wirkt, selbst wenn er sich noch so ungeschickt anstellt, selten so schwerfällig wie ein übergewichtiger. Doch selbst wenn die bei zwei Menschen die anatomischen Merkmale praktisch gleich sind, laufen sie unterschiedlich. Die Lauftechnik ist daher so charakteristisch wie die Handschrift.

Drei Hauptkomponenten für eine Optimale Lauftechnik

Es gibt nämlich, unabhängig von der persönlichen Technik eines Jeden, durchaus  eine optimale Lauftechnik. Sie liefert uns für jede Geschwindigkeit und Strecke, für glatte und unebene Wege die richtige Bewegung. Auch bei sehr langen Belastungen minimiert sie das Verletzungsrisiko und darüber hinaus verbraucht sie am wenigsten Energie.

Drei Hauptkomponenten müssen während des Laufens in Einklang gebracht werden:

1. Füße und Beine

2. Arme und Oberkörper

3. Atmung

Heute beschäftige ich mich mit dem ersten Punkt: Den Füßen und Beinen.

Füße und Beine für eine Optimale Lauftechnik

Die Füße sind natürlich beim Laufen das wichtigste. Dort werden auch die wertvollsten Stücke der Ausrüstung  gebraucht. Ein guter Laufschuh, der auch kleine Fehlstellungen ausgleichen kann, unterstützt eine gute Lauftechnik. Zum stabilen Aufbau gehört unbedingt eine feste Sohle mit guten Dämpfungseigenschaften. Mit falschen Schuhen machen wir uns auf Dauer die Gelenke und Sehnen kaputt und lange vorher die Lauftechnik.

Abhängig vom Lauftempo setzen wir den Fuß unterschiedlich auf. Sprinter berühren nur mit den Ballen den Boden. Vom Ballen geht der Abdruck aus. Da der Bodenkontakt bei Maximaltempo nur kurz sein kann, hat der Sprinter gar keine Zeit mit der Ferse abzurollen. Mittelstreckler (800 bis 1500 Meter), setzen mit der Mitte der Sohle auf und drücken sich dann mit dem Ballen ab. Bei langsameren Tempo und längeren Strecken wir der Fuß mit der Ferse aufgesetzt, über den Mittelteil der Sohle abgerollt und im Ballenbereich abgedrückt, um die Vorwärtsbewegung zu ermöglichen. Aus diesem Grund ist eine gute Dämpfung im Fersenbereich notwendig. Genug geredet: Hie rein sehr anschauliches Video von Wolfgang Bunz zum Thema „Lauftechnik“

 

Typische Fehler

Laufen Sie bei langen Strecken nur über den Ballen? D.h. Ihre Ferse berührt den Boden kaum oder nie. Richtig ist:

1. Fuß mit der Ferse aufsetzen

2. Über den Mittelteil der Sohle abrollen

3. Und Fuß im Ballenbereich abdrücken

Frauen können sich beispielsweise auf Grund des Tragens von hochhackigen Schuhen eine Achillessehnenverkürzung zugezogen haben. Abhilfe schafft hier die gezielte und regelmäßige Dehnung der Wadenmuskulatur.

Ein weitere Grund dafür, warum wir vor allem  im Wald oder auf unebenen Wegen den Fuß richtig abrollen ist, dass wir so ein Umknicken vermeiden können. Setzen wir mit den Ballen auf, wirkt sofort das ganze Körpergewicht. Treten wir dabei auf eine Wurzel oder einen losen Stein, so haben wir keine Korrekturmöglichkeit mehr. Beim Aufsetzen mit der Ferse bleibt uns immer noch ein Ausgleich über den Rest der Sohle.

Tipp

Um Energie zu sparen, müssen wir uns bewusst machen, dass jeder Muskel der bewegt wird, versorgt werden muss. Für eine Dauerleistung (das gilt ebenso für das Radfahren oder Schwimmen) sollte darauf geachtet werden, dass unnötige Bewegungen, die der Fortbewegung nicht dienen, vermieden werden.

In den kommenden beiden beträgen werde ich mich näher mit dem Komponenten Arme, Oberkörper und Atmung beschäftigen und diese nöher beleuchten. Bis dahin freue ich mich über Euer Feedback und Erfahrungsberichte rund um das Thema Lauftechnik.

Autor: Tom

Hi, ich bin Tom und möchte dir auf Jogging-portal.com zeigen, wie ich aus dem Alltag ausgebrochen bin und zum Läufer wurde. Joggen kann jeder aber ich zeige dir wie es richtig geht. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen, Lernen, Joggen und Trainieren.

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